Sonntags morgens… das Haus duftet nach Frischgebackenem – Herrlich. Dieser Hefezopf bedarf etwas mehr Vorbereitung, aber schemckt hervorragend.

Man bereitet schon am Vortag 2 Teige vor welche dann am Backtag genutzt werden.

Zutaten

  • Für den Poolish:
  • 100 g Dinkelmehl (Type 630)/ Weizenmehl 405 geht zur Not auch
  • 100 g Milch, zimmerwarm
  • 1 g Frischhefe
  • Für das Mehlkochstück:
  • 25 g Weizenmehl (Type 550) zur Not auch 405
  • 125 g Milch
  • Für den Hauptteig:
  • Poolish
  • Mehlkochstück
  • 375 g Weizenmehl (Type 550) zur Not auch 405
  • 65 g Zucker
  • 1 Ei (Größe L)
  • 70 g Milch
  • 5 g Salz
  • 8 g Frischhefe
  • 90 g weiche Butter
  • Zum Bestreichen:
  • 1 Ei, verquirlt

ZUBEREITUNG

  1. Am Vorabend: Für den Poolish/Vorteig die Hefe in der Milch auflösen. Mit dem Mehl vermengen. Etwa 2 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen, um die Hefe in Schwung zu bringen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Ebenfalls am Vorabend das Mehlkochstück herstellen. Dazu Mehl und Milch in einem kleinen Topf vermengen und unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Masse fest wird. Vom Herd nehmen und so lange weiterrühren, bis sie sich vom Topfboden löst. Auskühlen lassen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Am nächsten Tag Poolish und Mehlkochstück aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Ei und Milch sollten ebenfalls Zimmertemperatur haben, die Butter weich sein.
  3. Für den Hauptteig Mehl, Zucker, Ei, Milch, Salz, Hefe, Poolish und Mehlkochstück in eine Rührschüssel geben und etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe kneten. Die weiche Butter stückchenweise dazugeben und weitere 5-10 Minuten auf niedriger Stufe zu einem geschmeidigen und glatten Teig kneten. Abdecken und 1 1/2-2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  4. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und für einen Zopf mit sechs Strängen in sechs gleich große Teile teilen. Jedes Stück zur Kugel formen und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Die Stücke behutsam zu Strängen rollen. Ziehen sich die Stränge nach dem Ausrollen wieder zusammen, nicht zu viel “Druck” ausüben – der Teig soll nicht reißen. Stattdessen kurz ruhen lassen, damit sich das Gluten im Teig entspannen kann, und erneut behutsam rollen, bis sie die gewünschte Länge erreicht haben (etwa 45-50 cm lang).
  5. Die Stränge nebeneinander auf die bemehlte Arbeitsfläche legen. Oben gut zusammendrücken.
    Jeweils 3 Stränge zusammenlegen und in der Mitte etwas Platz lassen. Mit der rechten Hand den äußeren linken Strang nehmen, mit der linken Hand (diese ist oben) den äußeren rechten Strang. Beide Stränge nach oben heben und den rechten Strang (der, der in der linken Hand liegt) zu den zwei linken Strängen in die Mitte legen. Den Strang in der rechten Hand festhalten. Nun mit der linken Hand zum äußersten rechten Strang greifen. Beide Stränge nach oben heben, den Strang, der in der rechten Hand liegt, nun über den anderen in die Mitte ablegen. Den Strang in der linken Hand festhalten. Mit der rechten Hand nun den äußersten linken Strang greifen und den Strang, der in der linken Hand liegt, über den anderen in die Mitte ablegen. So lange mit derselben Technik fortfahren, bis der Zopf fertig ist.
  6. Die Enden gut zusammendrücken und unten und oben einschlagen. Den Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, gut mit verquirltem Ei bepinseln und etwa 45 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis sich das Volumen merklich vergrößert hat.
  7. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den aufgegangenen Zopf noch einmal gründlich mit Ei bestreichen und 40-45 Minuten im vorgeheizten Ofen goldbraun backen. Sollte er zu schnell bräunen, evtl. mit Folie abdecken.
  8. Aus dem Ofen nehmen und am besten backfrisch genießen.